Kurzchronik

Gründung und erste Auftritte

Das Werksorchester Schlafhorst ist das einzige verbliebene, aus Firmentradition entstandene Orchester in Mönchengladbach, und überdies eines der wenigen noch aktiven Betriebsorchester in ganz Deutschland. Es wurde am 29.08.1951 auf Wunsch des damaligen Generaldirektors der Gladbacher Wollindustrie AG, Wilhelm Achter, gegründet. Damals noch unter dem Namen Werkskapelle der Gladbacher Wollindustrie AG. Erster Kapellmeister wurde Josef Frambach. In firmeneigenen Uniformen wurde dann der erste öffentliche Auftritt am 01.04.1952 anlässlich der Firmen-Jubilarfeier absolviert, welcher ein voller Erfolg war. Am 04.05.1952 fand zum ersten Mal das Benefizkonzert in der Hardterwaldklinik statt. Seit diesem Jahr bringt das Werksorchester Schlafhorst jedes Jahr zu Christi Himmelfahrt den dort Anwesenden Stücke aus dem aktuellen Konzertprogramm, sowie verschiedene Märsche und Polkas zu Gehör.

Musikalische Entwicklung

In den Jahren 1954 und 1958 nahm die Werkskapelle, 1958 in Blas-Orchester der Gladbacher Wollindustrie AG umbenannt, am Musikerwettstreit in Kerkrade (NL) teil, und errang dort jeweils den ersten Preis in der Kategorie "Marschmusik" und den dritten Preis in der Kategorie "Konzertmusik in höheren Klassen". Die musikalischen Verpflichtungen wurden in diesen Jahren immer umfangreicher und konnten stets zufriedenstellend abgewickelt werden. 1966 stellte das Orchester  im Raum Mönchengladbach und Rheydt faktisch, jedoch nicht juristisch, das Städtische Blasorchester dar, wenn man von den bis zu 12 Konzerten ausging, die von der Stadtverwaltung bestellt wurden. Musikalisch hatte das Orchester somit ein sehr hohes Niveau erreicht.

Bangen um den Fortbestand des Orchesters und einige Namenswechsel

Um das Weiterbestehen des Orchesters wurde sich im Jahr 1975 ernsthafte Sorgen gemacht. Gründe hierfür waren zum einen  die Unsicherheit wegen der Geschäftslage der Firma, zum anderen der schlechte Probenbesuch. 1977 wurde dann beschlossen, das Orchester weiterzuführen. Der Probenbesuch blieb aber, trotz der Versprechen der einzelnen Mitglieder die Proben fortan regelmäßig zu besuchen, nach wie vor schlecht. 1979 wurde die Firma zwar von der Miebach GmbH übernommen, wodurch sich der Name des Orchesters vorübergehend in Werksorchester Miebach GmbH änderte, allerdings wurde die finanzielle Unterstützung der Firma bereits im Jahr 1983 eingestellt. Erneut wurde über den Fortbestand der Kapelle diskutiert. Verschiedene Möglichkeiten wurden erörtert. Schließlich wurde mit der St. Vitus Martinus Bruderschaft Mönchengladbach-Eicken ein Vertrag geschlossen. Die Mitglieder des Orchesters wurden zu Bruderschaftsmitgliedern, mussten die jährliche Kirmes unentgeltlich spielen und das Bruderschaftsabzeichen auf dem Ärmel tragen, durften dafür aber das Eickener Pfarrheim Marienheim für Proben benutzen. Eine Namensänderung brachte dieser Vertrag natürlich auch mit sich, das Orchester wurde in Blasorchester Gladwolle in der St. Vitus Martinus Bruderschaft Mönchengladbach-Eicken umbenannt. 1986 tauchte erstmals der Name Schlafhorst in den Dokumenten auf. Am 10.01.1988 stimmten die Mitglieder des Orchesters für einen Wechsel zur Firma Schlafhorst als Sponsor und somit für den Namenswechsel zu Werksorchester Schlafhorst. Die Auftritte des Orchesters wurden wieder zahlreicher und wurden in neuen, von Schlafhorst erstellten Uniformen absolviert. Das Orchester ist nun unter dem Namen Werksorchester Schlafhorst allgemein bekannt und wirkte bei zahlreichen Schützenfesten, Sankt Martins- und Karnevalsumzügen mit. Dies ist bis auf Letzteres immer noch der Fall.

Das Werksorchester im neuen Jahrtausend

2001 schaffte das Orchester neue Uniformjacken- und westen an, die ohne Hilfe seitens der Firma Schlafhorst finanziert wurden. Diese wurden erstmalig zum Konzert anlässlich des fünfzigjährigen Bestehens des Orchesters getragen.2003 erhielt das Orchester von der Bezirksvertretung Mönchengladbach-Hardt das Schöffensiegel als Anerkennung für die über 50-jährige musikalische Mitwirkung bei dem jährlichen Benefizkonzert in der Hardterwaldklinik. Zudem ist das Orchester nun auch im World Wide Web zu finden.
2007 fand das Jahreskonzert des Orchesters erstmalig in der neuen Neuwerker Mehrzweckhalle (Krahnendonkhalle) statt. Es war ein voller Erfolg und im Vergleich zu den Vorjahren besuchertechnisch ein Rekord - 500 Besucher wollten das Werksorchester Schlafhorst sehen und vor allem hören. Seitdem findet nun jährlich am letzten Samstag im Oktober das Jahreskonzert des Orchesters in der Neuwerker Mehrzweckhalle statt. Im Jahr 2007 wurde das Orchester auch zu einem eingetragenen Verein, ein nicht so gravierender Namenswechsel in Werksorchester Schlafhorst e.V. erfolgte.
2008 gab das Werkorchester Schlafhorst erstmalig ein Adventskonzert zugunsten wohltätiger Zwecke. Veranstaltungsort war die Kirche St. Mariä Heimsuchung in Mönchengladbach-Hehn.
2010 wird erstmals eine Frau an die Vereinsspitze gewählt. Sabine Krienen löst den langjährigen ersten Vorsitzenden Mario Storms ab. Im Sommer geht die völlig überarbeitete Homepage des Vereins online.
2011 besteht das Orchester seit 60 Jahren. Das Jubiläumskonzert muss jedoch aufgrund des Gesundheitszustandes des Dirigenten verschoben werden und findet erst im März des darauffolgenden Jahres statt.